Aktuelles/Termine


Auf diesen Seiten informiert die Beratungsstelle über eigene aktuelle Termine, Veranstaltungen und Aktivitäten sowie aus
dem Bereich der Altbausanierung und Denkmalpflege:
 

 
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Studienfahrt: Industriekultur im Ruhrgebiet

Die Beratungsstelle für Handwerk und Denkmalpflege führt in der Zeit vom 23. bis 27. Mai 2018 eine Studienfahrt für Handwerker und andere bau- und kunstgeschichtlich Interessierte durch. Zielregion der bereits zum 5. Mal stattfindenden Studienfahrt ist das Ruhrgebiet.
Hochöfen, Gasometer und Fördertürme haben über Jahrzehnte das Gesicht des Ruhrgebiets geprägt. Heute sind sie wichtige Zeugen der etwa 150-jährigen industriellen Vergangenheit des Reviers, aber auch des sich vollziehenden Strukturwandels zur Metropole Ruhr. Die ehemaligen Produktionsstätten sind keine Orte wehmütiger Erinnerung, sondern haben sich längst zu lebendigen industriekulturellen Räumen und attraktiven Veranstaltungsorten mit touristischer Anziehungskraft entwickelt.

Auf dem Programm der Studienfahrt stehen u. a. Führungen in den Zechen Zollverein in Essen und Zollern in Dortmund, der Besuch des Landschaftsparks Duisburg-Nord mit dem stillgelegten Hüttenwerk sowie Führungen in den Arbeitersiedlungen Eisenheim in Oberhausen und Margarethenhöhe in Essen. Zu den besonderen Zielen der Studienfahrt gehört die Besichtigung der Villa Hügel in Essen.

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Praxisseminar: Sicherung und Restaurierung historischer Gefacheputze

Gefacheputze an Fachwerkfassaden sind durch Witterungseinflüsse und dem Materialwechsel von Holz und Putz besonderen Anspruchungen ausgesetzt. Diese Beanspruchungen sowie regelmäßig stattfindende Sanierungsmaßnahmen an Fachwerkgebäuden haben bis heute zu einem erheblichen Verlust an historischen Putzen geführt. Aus diesem Grund besteht seitens der Denkmalpflege ein großes Interesse, die noch vorhandenen Putzbestände zu sichern und zu erhalten.

Im Rahmen eines dreitägigen Praxisseminars werden die Möglichkeiten der Sicherung und Restaurierung von gefährdeten Putzflächen an Fachwerkgebäuden behandelt. Zur Erörterung praktischer Problem- und Fragestellungen und zur Einübung von Restaurierungstechniken wurde als Objekt eine Fachwerkscheune im Vogelsberg mit regionaltypischen Kratzputzausführungen ausgewählt. Als Besonderheit weisen die vermutlich bauzeitlichen Putze eine Vielzahl von Gestaltungen an der Oberfläche auf, die mit Stempeln und unterschiedlichen Werkzeugen ausgeführt worden sind.

Termin: 7. bis 9. Juni 2018
 

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Ausschreibung Hessischer Denkmalschutzpreis und Ehrenamtspreis 2018

Der Hessische Denkmalschutzpreis wird für denkmalpflegerische Maßnahmen verliehen, die im Rahmen der gegebenen Voraussetzungen (räumliche Lage, wirtschaftliche Situation, Umgang mit historischer Bausubstanz) durch individuelle Lösungen, handwerklich-technische Qualität und besonderes Engagement eine Vorbildwirkung erzielen und zum Nachahmen anregen. Eingereicht werden können Projekte, deren Fertigstellung nicht länger als drei Jahre zurück liegt.
Zeitgleich mit dem Denkmalschutzpreis wird auch der von der Hessischen Staatskanzlei gestiftete Ehrenamtspreis verliehen.

Der Hessische Denkmalschutzpreis wird järhlich durch das Land Hessen vergeben und ist mit insgesamt 25.000 € dotiert.
Die LOTTO Hessen GmbH stiftet 20.000 €.

Ausschreibungs- und Auswahlverfahren     

Fragebogen         

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Informationsbroschüre "Restaurierendes Handwerk" erschienen

Aktuell ist die vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) herausgegebene Informationsbroschüre "Restaurierendes Handwerk" erschienen. Das 40 Seiten umfassende Heft richtet sich an Kulturvermittler, sowie an Partner und Kunden des Handwerks. Es vermittelt einen Überblick über die Fähigkeiten, die Kompetenzen und die Aufgabenfelder von Handwerkern, die sich für das Arbeiten in der Denkmalpflege qualifiziert haben. Darüber hinaus wendet sich die Broschüre auch an junge Handwerker sowie an Schul- und Hochschulabsolventen, die sich über Qualifizierungsmöglichkeiten und Karrierewege im Handwerk informieren möchten.

Besonders ausführlich wird in der Broschüre die Fortbildung zum geprüften Restaurator im Handwerk und seine Tätigkeit in der Restaurierung und Denkmalpflege vorgestellt. Mit anschaulichen Praxisbeispielen schildert das Heft die verschiedenen Stadien im Arbeitsalltag des Restaurators im Handwerk, von der Voruntersuchung über die Objektbearbeitung bis zur Abschlussdokumentation. Das Heft macht deutlich: Handwerkliche Qualifiktion ist für den Erhalt des Kulturerbes unverzichtbar.

Die Broschüre kann bei der Beratungsstelle für Handwerk und Denkmalpflege bestellt werden: monika.held@denkmalpflegeberatung.de
 
Außerdem steht sie hier als Download zur Verfügung.

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Broschüre "Holzfenster im Baudenkmal" erschienen

Die Arbeitsgruppe Bautechnik der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VDL) nahm bereits 1982 mit dem Merkblatt 1 "Fenstersanierung" auf 25 Seiten zu den Grundsatzfragen und Praxis der Fensterdenkmalpflege Stellung. In 1991 wurde ein Arbeitsblatt mit dem Titel  "Hinweis für die Behandlung historischer Fenster bei Baudenkmalen" veröffentlicht. Nach nunmehr über 25 Jahren schien eine Neufassung des Fensterpapiers erforderlich, die jetzt als umfangreiches Arbeitsheft Nr. 1 mit dem Titel "Holzfenster im Baudenkmal - Hinweise zum denkmalgerechten Umgang" vorliegt. Auf der Grundlage der denkmalpflegerischen Grundsätze wurden nun auch systematisierte Hinweise zum denkmalgerechten Umgang sowie zur energetischen Ertüchtigung historischer Holzfenster und zur Neuanfertigung von Holzfenstern in Baudenkmalen aufgenommen.

Das Arbeitsheft steht hier als Download zur Verfügung: 


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Hessischer Kratzputz wird Immaterielles Kulturerbe

Die ständige Konferenz der Kultusminister der Länder und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien haben am Freitag, den 9.12.2016 die neuen Einträge in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes bekannt gegeben. Diese wurden, neben den bereits in der ersten Runde anerkannten 34 kulturellen Ausdrucksformen, nun ebenfalls auf der Internetseite der Deutschen UNESCO-Kommission veröffentlicht. Aus dem Bundesland Hessen wurde der so genannte Hessische Kratzputz in dem Bereich traditionelle Handwerkstechnik gewürdigt und in das Verzeichnis aufgenommen. Nach dem Abschluss der 2. Bewerbungsrunde im Dezember 2016 befinden sich nun 68 Einträge in dem deutschen Verzeichnis: Link

Das für die Deutsche UNESCO-Kommission tätige Expertenkomitee begründet seine Entscheidung wie folgt:

Das Expertenkomitee würdigt Ihren Vorschlag als seltene und gefährdete Handwerkstechnik, die heute nur noch durch die Bereitschaft und das Engagement regionaler Maler- und Stuckateurbetriebe in Nordhessen lebendig gehalten wird. Entscheidend ist, dass sich diese Handwerker um die Weitergabe des Wissens und Könnens bemühen. Zukunftsweisend sind die Sensibilisierungen von Hauseigentümern und Entscheidungsträgern bezüglich der Bedeutung, die traditionelle Handwerkstechnik des „Hessischen Kratzputzes“ zu erhalten und zu fördern, sowie das Angebot von Praxisseminaren und die Dokumentation der Techniken.

Der Begriff Hessischer Kratzputz ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine an historischen Fachwerkgebäuden anzutreffende verzierende Gestaltung von Gefacheputzen. Die Ortsansichten in manchen Dörfern im Hessischen Hinterland und in der Schwalm werden durch diese besondere Putz- und Gestaltungstechnik geprägt. Ähnlich wie Trachten haben sich auch diese künstlerisch gestalteten Putze über Jahrhunderte zu einer Besonderheit und einem Erkennungsmerkmal einer Region entwickelt.

Bei den gestalteten Putzen an Fachwerkgebäuden handelt es sich um eine handwerklich-künstlerische Ausdrucksform von teilweise hoher Qualität. Noch erhaltene und datierte Zeugnisse dieses handwerklichen Schaffens sind in Hessen aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts bekannt. Bei dieser Putzweise wird mit unterschiedlichen Werkzeugen und Techniken der noch feuchte Putz an seiner Oberfläche modelliert und gestaltet. Neben floralen Motiven wurden ursprünglich in größerem Umfang auch Schutzsymbole für das Haus und seine Bewohner angebracht. Im Laufe der Zeit gewannen jedoch gestalterische und dekorative Elemente immer mehr an Bedeutung.

Weitergehende Informationen zum Kratzputz in Hessen enthält ein von der Beratungstelle für Handwerk und Denkmalpflege erstellter Film.
 
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Johannesberger Arbeitsblätter 2017

 

Im Rahmen der Publikationsreihe der Beratungsstelle sind in 2017 folgende 4 neue Themen erschienen:

- Kalk - Bindmittel für Farben und Mörtel, Teil 5: Kalkknotenmörtel
- Historische Spielge und Spiegelglas
- Hölzerne Gartenarchitekturen mit Borkenbekleidungen
- Die Entwicklung des Fenster, Teil 3: Das Fenster im 20. Jahrhundert

Aktuelle Gesamtübersicht:  

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Neuzugänge in der Fachbibliothek

 

Die Beratungsstelle für Handwerk und Denkmalpflege und die Propstei Johannesberg gGmbH unterhalten gemeisnam eine Fachbibliothek mit einem aktuellen Umfang von ca. 8.700 Buchtiteln. Die Bibliothek steht vorrangig Seminarteilnehmern, interessierten Handwerkern und Mitgliedern des Fördervereins Propstei Johannesberg e. V. zur Verfügung. In 2016 wurden annähernd 60 Neuzugänge in den Biblioheksbestand aufgenommen:

Neuzugänge 2016

 

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Befragung von Restauratoren im Handwerk 2016

Im Turnus von zwei Jahren führt die Beratungsstelle für Handwerk und Denkmalpflege bundesweite Befragungen von Restauratoren im Handwerk zu deren Tätigkeit in der Denkmalpflege und Altbausanierung durch. Ziel dieser Befragung ist es, zur aktuellen Bedeutung dieses Tätigkeitsbereiches und zur Konjunkturlage konkrete Daten zu ermitteln. Darüber hinaus sind auch persönliche Einschätzungen und Erfahrungswerte der befragten Personen von Interesse.

Die Ergebnisse der im  Herbst 2016 durchgeführten Befragung stehen hier als Download zur Verfügung: 


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Arbeitsgruppe Restauratoren im Handwerk

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe Restauratoren im Handwerk findet im März 2018 in der Propstei Joahnnesberg statt.


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Stand: 12. Dezember 2017
 
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